Simplicity 1461

by Chrissie

Neben Quilts nähe ich auch gerne Kleidung. Auch wenn ich das, vor allem für mich selber, viel zu wenig mache. Vor allem aber interessieren mich historische Kostüme aber ich benötige noch etwas mehr Zeit für eine ausgeklügelte Planung. Mit dem Schnittmuster 1461 von Simplicity habe ich dennoch einen ersten kleinen Schritt in die Richtung getan. Und irgendwo muss man einmal beginnen, oder?

Stoff

Für die Tunika habe ich einen festeren Stoff aus 50% Baumwolle und 50% Leinen ausgewählt. Die Farbe ist ein dunkles Petrol mit einem leichten Grauschimmer.

Für die Teilungsnähte (Prinzessinnen-Naht) ist es wichtig exakt zu arbeiten. Sorgfältiges Heften von Hand ist unumgänglich.

Freistehende Spitze

Die Spitze musste selbstverständlich auch noch gestickt werden. Für freistehende Spitze muss das richtige Stickvlies verwendet werden. Es darf kein dünnes filmartiges Vlies sein, sondern muss stabil sein, und selbstverständlich wasserlöslich. Für den Unterfaden wird dieselbe Farbe bzw. dasselbe Garn gewählt, da auch die Rückseite der Spitze auf der Vorderseite sichtbar ist nachdem das Stickvlies vollständig ausgewaschen wurde. Hierfür eignet sich Madeira Avalon Ultra besonders gut.

Bitte denk daran, dass die Spitze nicht allzu dicht gestickt werden soll wenn sie als Verzierung auf einem Kleidungsstück dient.

Schliesslich soll die Stickerei sich noch angenehm anfühlen beim Tragen.

Aus diesem Grund habe ich auf die Anzahl der Stiche des Motivs geachtet bei meiner Auswahl. Beide Designs stammen von John Deer. Das breitere Muster ist John Deer’s Embroidery Legacy, Spitze 12 Design Nr. 3. Für die schmalere Bordüre habe ich das Muster 10 aus der Sammlung 13 von John Deer ausgewählt. Die beiden floralen Designs passen sehr gut zusammen.

Spitze annähen

Natürlich könnte man die Spitze auch mit der Nähmaschine annähen. Ich habe mich jedoch dazu entschlossen sie in Handarbeit anzubringen. So habe ich die grössere Kontrolle und die Stiche sind nahezu unsichtbar.

Fertige Tunika

Ich gebe zu mit dem Sticken der Spitze war die Tunika ein ordentliches Stück Arbeit. Aber der Aufwand hat sich definitiv gelohnt. Und für das nächste Mittelalter-Fest passt die Tunika perfekt.

Etwas zum Schnittmuster

Im Allgemeinen ist die Passform der Tunika in Ordnung. Allerdings hätte ich an den Schultern noch Abänderungen des Schnittmusters vornehmen müssen. Daher mein Tipp: Lege das Augenmerk bei diesem Schnitt vor allem auf die Schulterbreite, das hängt natürlich auch von Deiner Figur ab.

Und für diejenigen die jetzt gespannt sind wie die Tunika an mir aussieht:

Nur keine Panik, es folgt später noch ein Beitrag zu der Herstellung des Dresden-Quilts!

Vielen Dank an Tanja und Nadine für das sympathische Präsentieren des Quilts.

Die freistehende Spitze wurde mit der Pfaff creative icon erstellt, welche ich für drei Monate dank dem Nähpark testen durfte. Vielen Dank dafür!

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