Regenbogen-Quilt

by Chrissie

Meine Lieblings-Tante hat bald Geburtstag. Für diesen speziellen Anlass habe ich mich entschieden einen Regenbogen-Quilt zu nähen.

 

Warum ausgerechnet ein Regenbogen-Quilt?

Farben sind wichtig. Sie können die Stimmung heben und begleiten uns ein Leben lang. Studien haben die positiven Auswirkungen von warmen und fröhlichen Farben auf unser Seelenleben schon längst bewiesen. Und da es ein spezieller Geburtstag ist, sie wird 60 Jahre alt, was könnte da passender sein als ein Geschenk, welches die Seele und den Körper wärmt? Ein Quilt ist immer etwas ganz besonderes und so fiel mir die Entscheidung für ein Geburtstagsgeschenk leicht. Durch die aufwändige Arbeit zeige ich meiner Tante auch, dass sie in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz hat.

 

Welches Material habe ich verwendet?

Für die Stoffe habe ich mich für zwei Stoffschnecken (Jelly Roll) von Robert Kaufmann, entschieden. Die Farbtöne heissen „New bright Palette“ von Kona Cotton.

Für den Vlies nehme ich sehr gerne den „Quilters Dream Cotton“ aus 100% Baumwolle. Ganz allgemein entscheide ich mich wann immer es geht, für 100% Baumwolle bei allen Materialien für den Quilt. Die Rückseite ist aus einem weichen flauschigen Nicki-Stoff (ein Biostoff auch zu 100% aus Baumwolle) in einer dunkelroten Farbe. Es ist die Lieblingsfarbe meiner Tante. Der Gedanke dahinter: man kann den Quilt beidseitig verwenden. Wenn es wärmer ist nimmt man die Seite mit den Stoffstreifen und im Winter die kuschelige Seite die perfekt wärmt. Ein Quilt also für alle vier Jahreszeiten.

 

Streifen über Streifen!

Der Vorteil bei den Stoffschnecken liegt auf der Hand. Das Zuschneiden von Stoffen fällt weg. Und durch das grosse Farbenspektrum muss man auch nicht mühselig verschiedene Farben zusammensuchen. Das ist auch daher praktisch, weil in machen Stoffgeschäften erst ab einem Meter oder 50 cm Stoff gekauft werden kann. Es spart also Zeit und Geld.

Die Streifen werden dann zusammen genäht. Einer nach dem anderen. Und das genau in der Reihenfolge in welcher sie eingerollt sind. Die beiden Stoffschnecken werden je separat zu einem Stück vernäht. Bitte aufpassen, dass die Reihenfolge der Farbtöne bei beiden Stoffschnecken diesselbe ist, weil sie zum Schluss in der Mitte zusammen genäht werden. Da muss man dann nur noch darauf achten, dass die Nähte auch wirklich exakt aufeinander treffen.

 

Quilten

Für diesen Quilt habe ich mich dazu entschieden links und rechts von der Naht abzusteppen mit ca. 0.6 mm Abstand. Und das nach jedem dritten Streifen.

Für das Garn habe ich Madeira Stickgarn verwendet, eines meiner Lieblingsgarne. Da war meine Box mit verschiedenen Farben sehr praktisch. Ich hatte so fast für jeden Streifen die passende Farbe zur Hand. Ganz schön sind auch Madeira Decora Garne No. 12 da sie einen Farbverlauf beinhalten. Die Garne sind nicht besonders günstig, aber sie haben einen wunderschönen Glanz und kommen sehr schön zur Geltung. Die Qualität ist top, das rechtfertigt in meinen Augen den Preis.

Es kann manchmal eine rechte Herausforderung sein den Quilt in der Nähmaschine zu nähen. Je weiter man in die Mitte kommt desto weniger beweglich wird man. Da braucht es dann ab und an mal etwas Muskelkraft um den Quilt schön ruhig und gerade zu halten. Was ich dabei gerne verwende sind Quilter-Handschuhe mit einem speziellen Grip an den Fingerspitzen. Man erhält dadurch definitiv mehr Kontrolle über das Nähgut.

Meine letzte Steppnaht. Was für eine Erleichterung!

 

Die Einfassung

Für die Einfassung schneide ich Streifen zu in der Breite von 2.5″ (6.5 cm). Diese werden einmal in der Mitte gefaltet und diagonal aneinander genäht. Dann wird der Streifen auf der Vorderseite mit der offenen Kante bündig zum Quilt mit der Nähmaschine angenäht. Wenn Du mehr darüber erfahren möchtest, wie das alles genau funktioniert, schau Dir doch dazu mein Video auf youtube an.

Die Ecken sehen dann, nachdem sie auf der Vorderseite angenäht wurden, so aus:

Und ja, es wird auch von Hand genäht, und das ganz genau 7.8 Meter lang!

Ich bin ein grosser Fan davon, den Quilt von Hand einzufassen. Meiner Meinung nach hat man dadurch ganz einfach mehr Kontrolle über die Naht und es wird exakter aber vor allem unsichtbar im Vergleich zum Annähen mit der Nähmaschine.

Natürlich ist es eine grosse Herausforderung und dauert schon eine ganze Weile den Quilt von Hand einzufassen. Einen guten Morgen war ich damit beschäftigt. Aber mit der Zeit wird man schneller und bekommt nach jedem neuen Quilt mehr Übung.

Ich mag weisse Einfassungen bei Quilts. Die Farben werden dadurch zusätzlich aufgewertet und der ganze Quilt erhält ein „sauberes“ Aussehen.

 

Grösse des Quilts

Dieser Quilt ist sage und schreibe 1.70 m x 2.20 m gross!

 

Fotoshooting

Wie jedes hübsche Fotomodell sollte auch mein Quilt ein richtiges Fotoshooting bekommen. An einem wundervoll sommerlichen Morgen habe ich alles Nötige eingepackt und einen passenden Ort gesucht. Ich denke, ich habe genau den richtigen Platz gefunden!

 

2 comments

Rollerfritz Juni 29, 2017 - 12:26

Hast du toll gemacht!

Reply
Chrissie Juni 29, 2017 - 14:47

danke 😉

Reply

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