Germanisches National Museum

by Chrissie

Vor meinem Longarm-Quilt-Workshop bei Regina Klaus führte mich mein Weg an Nürnberg vorbei. Ein Besuch im Germanischen National Museum war unumgänglich da dort eine Daueraustellung von Kleidung ab dem 17. Jahrhundert zu bestaunen ist.

 

Besonders beeindruckt  war ich von den kunstvollen Stickereien auf den Männerröcken. Bei dem Rock und der Weste eines Knaben verschlug es mir fast den Atem.

Rock eines Knaben

Rock und Weste eines Knaben

Der Anzug aus weisser Baumwolle ist mit spitzenartiger Stickerei aufwändig verziert. Das waschbare Material empfahl sich besonders für Kinderkleidung.

Die Kleidung stammt aus der Zeit um 1750 und es handelt sich hierbei um Piquéstickerei.

(Text: Germanisches National Museum, Nürnberg)

Weitere Dauerausstellungen

Es finden sich auch Daueraustellungen mit Gegenständen aus dem Mittelalter. Leider war die Ausstellung „Medizin und Handwerk“ wegen Umbau geschlossen.

Empfehlenswert ist auch die Musikinstrument-Ausstellung, welche am Beispiel von rund 500 Objekten einen chronologischen Überblick über die Klangwerkzeuge der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 20. Jahrhundert bietet. ( Quelle: Germ. Museum)

Fotografieren im Museum?

In den Dauerausstellungen darf ohne Blitz und Stativ uneingeschränkt fotografiert werden. In der Kleidungs-Ausstellung war ich fast die ganze Zeit allein was natürlich sehr praktisch war. Stehen noch viele Museumsbesucher in den Räumen ist es sehr schwierig den richtigen Winkel zu finden um am Ende nicht doch noch das Spiegelbild eines Besuchenden mit abzulichten.

Unbedingt ein lichtstarkes Objektiv einpacken. Der Raum mit der Ausstellung der Kleidung ist sehr stark mit Jalousien verdunkelt. Auch ein Makro-Objektiv für die feinen Details macht Sinn.

Auf den Spuren der Schweiz

Was mich als Schweizerin natürlich besonders gefreut hat: Ich bin auf viele Ausstellungsobjekte der Schweiz gestossen. So unter anderem auch auf eine Kabinettscheibe, welche die Sage von Felix und Regula zeigt. Seit Ende des 13. Jahrhunderts werden in der Schweiz Kabinettscheiben hergestellt, welche auch international grossen Ruhm feierten. Ich kann mich vor allem an die Wappenscheiben in meiner Kindheit erinnern die bei meinen Grosseltern im Kanton Bern die Fenster verziert haben.

Pfahlbauten

Pfahlbauten sind aus vorgeschichtlicher Zeit vom 5. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. in Europa dokumentiert, insbesondere im alpinen Raum. (Quelle: wiki) Meine Freude war gross als ich dann auch noch den Modellbau eines Pfahlbaus am Bodensee in der Schweiz entdeckte.

Fazit

Für das Museum sollte man sehr viel Zeit einplanen. Ich habe ungefähr drei Stunden im Museum verbracht und nicht einmal die Hälfte gesehen. Für einen verregneten Sonntag das perfekte Programm. Im Untergeschoss finden sich Schliessfächer und ein gemütliches Café. Es ist also auch für das leibliche Wohl gesorgt. Und ist man erst mit Kaffee und Kuchen gestärkt steht der Erkundung weiterer Dauer- und Sonderausstellungen nichts mehr im Wege.

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