Fluffiger Herbstbär

by Chrissie

Der September hat uns doch noch einige sonnige und warme Tage beschert. Zeit einen „Herbstbären“ zu sticken. Am liebsten auf weichem Plüschstoff, bzw. kurhaarigem Kunstfell. Doch was gilt es dabei zu beachten?

Das passende Stickvlies

Wichtig ist bei allen „haarigen“ Stoffen und Stoffen, welche Unebenheiten aufweisen auch oben ein auswaschbares Stickvlies zu verwenden. Dieses Mal habe ich ein folienartiges Vlies verwendet. Eigentlich mag ich das nicht so gerne, doch die eine Rolle will frau ja auch nicht einfach wegwerfen. Empfehlen würde ich sonst das Avalon Madeira plus, das es als Meterware beim Nähpark zu kaufen gibt.
Der Bär wurde mit der Janome Horizon Quilt Maker Memory Craft 15000  (Achtung es gibt noch zwei Versionen auf dem Markt!) gestickt im Rahmen einer Testaktion vom Nähpark. Dafür wurde mir diese Näh- und-Stickmaschine der Superlative zur Verfügung gestellt. Wer sich für den vollständigen Testbericht interessiert, findet diesen im Naehratgeber.

Sollten sich beim Sticken der Datei zum Anfang grosse Schlaufen bilden, die sich nicht mit einer Korrektur der Fadenspannung beseitigen lassen, empfehle ich das Baumwoll-Unterfadengarn von Madeira auszuprobieren. In meinem Fall hat es das Problem gelöst.

Eine geeignete Stickdatei

Bei dem Kunstfell bietet es sich natürlich an, keine fläckendeckende Stickdatei zu wählen. In diesem Fall handelt es sich um eine Stickdatei von Embroidery Library dem „Soft Sleepy Automn Bear“.

Ist das Stickvlies ausgewaschen stellen sich die Haare an den unbestickten Stellen auf und der Bär wirkt herrlich kuschelig.

Damit natürlich nicht genug.

Eine Paspel

Eine Paspel herzustellen ist kinderleicht und die mühselige Suche nach derselben im farblich passenden Stoff fällt weg. Bei der Paspel gilt es nur zu bedenken, dass die Streifen im 45-Grad-Winkel geschnitten werden sollten, damit der Stoff dehnbar bleibt. Dünne bis dickere Kordeln erhaltet Ihr beim Grosshändler im Angebot. Am Besten gleich fünzig Meter und mehr bestellen!

So ist die Paspel ratzfatz genäht.

Paspelfuss

Einen Paspelfuss kann ich für diese Arbeit nur empfehlen. Die Kordel wird in der Rille des Fusses „eingeklemmt“ und so wird ein rasches und zügiges Nähen ermöglicht.

Anschliessend wird die Paspel auf der Vorderseite des Kissens festgenäht. Die Nahtzugabe zeigt dabei zur Aussenseite des Kissens. Bei der Janome lohnt sich da die Anschaffung des AccuFeedFlex-Fuss für Reissverschlüsse unbedingt. So wird der Stoff gleichmässig transportiert.

Verschluss

Über den Verschluss musst Du Dir natürlich zum Anfang bereits Gedanken machen. Soll es ein Hotelverschluss sein? Bei dem Kunstfellstoff nicht so eine gute Idee, es sei denn Du nähst die Rückseite mit einem Baumwollstoff. Ich habe mich für die aufwändige Variante entschieden: Ein Reissverschluss versteckt hinter der Paspel.

Ab und an sehe ich auch Tutorials von Kissen ohne jeglichen Verschluss. Da hängt es davon ab, ob sich das Kissen problemlos mitwaschen lässt. Ich bevorzuge Kissen mit Verschluss.

Zusammennähen des Kissens

Der letzte Schritt zur Fertigstellung des Kissens ist das Zusammennähen der Vorder- und Rückseite mit der Paspel dazwischen. Hier ist darauf zu achten, dass etwas näher neben der Kordel genäht wird, als wie im ersten Schritt. Die gute Nachricht aber ist, sollte noch zuviel Platz neben der Kordel sein, beispielsweise in den Ecken da gestaltet sich das Nähen manchmal etwas fummelig, kann man einfach nochmals etwas enger an der Kordel nachnähen. Das ist später von aussen nicht sichtbar. Heften ist natürlich bei dem Stoff sicher nicht falsch. Eine gute Idee ist es auch während dem Heften die „Haare“ nach innen zu legen so gut wie das eben möglich ist.

Fertiges Kissen

Und fertig ist das flauschige Kissen. Mir persönlich hat es so gut gefallen, dass ich es behalten habe.

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