Eine Tischdecke zu Weihnachten

by Chrissie

Eine Anleitung für das Nähen einer Tischdecke zu Weihnachten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Ist es denn schon Weihnachten?

Noch nicht, aber bald. Und da mein Schatzi und ich dieses Jahr Weihnachten in einem abgelegenen Häuschen in der österreichischen Bergwelt verbringen werden, kommt meine Familie schon etwas früher zu Besuch. Kennt Ihr das auch, die leidige Suche nach einer Tischdecke in der passenden Grösse für Euren Tisch? Mir geht es jedes Jahr so, deshalb habe ich mich entschlossen dieses Jahr selbst eine Tischdecke zu nähen.

Material

Für die Tischdecke benötigst Du einen Stoff in einer Uni-Farbe und einen gemusterten Stoff. Vorzugsweise natürlich mit einem weihnächtlichen Motiv.

Bei Stoff-Ideen habe ich den „Brilliant-Christmas“ Stoff von Stof SA gekauft und einen passenden Patchworkstoff dazu in grau. Leider hatten sie vom „Brilliant-Christmas“-Stoff nur noch einen Meter, das ist auch der Grund weshalb ich mich dazu entschieden habe, den Stoff in Patchwork-Manier zu verarbeiten.

 

Lasst uns beginnen!

Mein Tisch vom grossen Schweden ist einen Meter breit und ca. 2.2 Meter lang. Ich habe deshalb 2.5 Meter grauen Stoff gekauft und 1.5 Meter vom gemusterten Stoff. Da die meisten Patchworkstoffe lediglich um die 1.20 m höchstens aber 1.40 m breit sind musste ich den Stoff in der Mitte auseinanderschneiden um ihn dann mit dem gemusterten Stoff zu verbreitern, so der Plan.

Damit das gut funktioniert habe ich den Stoff in die Hälfte gefaltet und oben mit Klammern fixiert, so dass während des Zuschneidens nichts mehr verrutschen kann.

Etwas zum Patchwork-Design

Ich mag es, wenn das Muster auf einer Tischdecke für niemanden  Kopf steht der am Tisch sitzt. Deshalb habe ich mich entschieden, zwei Reihen aneinanderzunähen jeweils in der entgegen gesetzten Richtung.

Damit die Tannenbäumchen aufeinanderpassen faltet man den Stoff zusammen und legt ihn so hin, dass das Muster fortlaufend ist. Dann wird der Stoff nur noch sorgfältig mit Stecknadeln fixiert und ab damit unter die Nähmaschine!

Den Rand habe ich mit der Zickzack-Schere versäubert.

Die beiden Reihen werden dann in entgegen gesetzter Richtung zusammengenäht.

Natürlich so, dass sich der Saum exakt trifft, das ist Ehrensache!

Anschliessend wird der graue Stoff an die „Tannenbaum-Streifen“ angenäht.

Für die Verarbeitung der Ecken habe ich mich für Briefecken entschieden. Ein sehr gutes Tutorial findest Du hier.

 

 

 

Der erste Saumumschlag bleibt gefaltet, das ist hier nicht ganz korrekt auf der Abbildung.
Die fertig genähten Ecken sollten dann so aussehen:

 

Ich empfehle den Saum des Stoffes vor dem Nähen von Hand zu heften.

Ja es gibt etwas mehr Arbeit, aber es lohnt sich definitiv. So kann sich nichts mehr verschieben, da es doch über zwei Meter sind, welche am Stück genäht werden müssen.

Razzle Dazzle Effektgarn

Ganz ehrlich, es gibt schon einige Dinge die man wissen muss, möchte man das Razzle Dazzle Effektgarn von Superior Threads benutzen. Übrigens ein wahrer Zungenbrecher wie Du in meinem Tutorial zum Aufspulen des Unterfadens hören kannst. Da das Garn so dick ist, ist es fast nicht möglich dieses wie gewohnt auf die Spule aufzufädeln.
Razzle Dazzle Effektgarn darf ausschliesslich nur als Unterfaden verwendet werden. (Ja auch für die Coverlock-Maschine, aber da bin ich noch auf der Suche nach den geeigneten Einstellungen.)

 

Fadenspannung und Fadenlänge die bei mir funktioniert haben

Das waren meine Einstellungen auf der Brother Innov-is 1250:

Oberfadenspannung

Es gilt auch zu beachten, dass die Ober-und Unterfaden-Spannung einigermassen ausgeglichen sein müssen. Da der Unterfaden recht lose war und ich jetzt keine Lust hatte meine Spule auszuwechseln und den Schraubenzieher zur Hand zu nehmen, habe ich ganz einfach die Spannung des Oberfadens etwas verringert um die Spannungs-Differenz auszugleichen.

 

Der Vorteil von Razzle Dazzle ist natürlich, dass man auf der Rückseite nähen muss, und so ganz knapp neben der Kante des Saums nähen kann. Daher muss man nicht „blind nähen“. Für den Oberfaden habe ich einen ganz gewöhnlichen Faden verwendet.

Wenn der Unterfaden zu Ende ist empfehle ich, das Garn ordentlich zu vernähen. Rückwärtsnähen mit dem Effektgarn kann ich nicht empfehlen, da dies sonst hässliche Knubel gibt.

Vernähtes Effektgarn (von Hand) auf der Rückseite:
Vor dem Nähen wird der Unterfaden nach oben gezogen. Nimm Dir allenfalls eine Pinzette zur Hilfe.

Und so sehen dann meine fertigen Ecken aus:

Am Schluss habe ich mich entschieden auch in der Mitte noch zwei Dekorationsnähte zu setzen.

Sieht das nicht schon richtig weihnächtlich aus?!

Gedeckter Tisch

 

2 Kommentare

KarinKalma Dezember 19, 2017 - 1:04

Eine schöne Weihnachtsdecke, gefällt mir sehr gut, vor allem der Patch-Einsatz ist eine gute Idee.
Ein schönes Fest wünsch ich Euch!

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Chrissie Dezember 19, 2017 - 17:33

Vielen Dank :-). Ja leider hatten sie nicht mehr von dem zauberhaften Stoff.
Ich wünsche ebenfalls frohe Weihnachten und ein gemütliches Beisammensein ;-).

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