2. Coveralong von g.macht

by Chrissie

Dieses Mal, ich habe es mir fest vorgenommen, möchte ich bis zum Schluss teilnehmen am 2. Coveralong von Tanja, g.macht.

2. Coveralong, g.macht

Startschuss ist der 28. April 2017. Das 1. Coveralong war die Skarpa von Maluri. Da mir aber kurze Hosen nicht wirklich gut stehen, ich zu jener Zeit noch keine Ahnung hatte wie man stretchigen Stoff einfasst und ratlos ohne Bandeinfasser da gesessen habe, hat dieses Coveralong für mich leider ein jähes Ende gefunden (das Produkt landete im Mülleimer). Aber man lernt dazu und aufgeben ist keine Option, oder wie heisst es so schön?

Beim 2. Coveralong habe ich neuen Mut gefasst und dieses Mal soll es keine kurze Hose sein sondern ein T-Shirt, der Schnitt ist frei wählbar.

Welches Schnittmuster?

Natürlich bin ich schon wieder etwas in Verzug, da ich das Schnittmuster zum T-Shirt noch selber entwerfen und zeichnen möchte. Es soll ein einfaches Basic-Shirt werden mit 3/4-Ärmeln.

Welche Stoffe nehme ich?

Die Stoffe habe ich bereits bestellt, immerhin! Da ich generell Naturstoffe mag habe ich mich für einen melierten Baumwolljersey und dem Gitte-Jersey, beide in petrol von der Stoffmetropole, entschieden. Ich bin jetzt nicht so mutig, dass ich einen Viskosejersey covern möchte, nein das muss nicht sein.

Halsabschluss

Da bin ich mir noch nicht sicher. Bündchen ist mir zu dick. Es soll ein feiner Halsabschluss werden, welcher nicht zu dick aufträgt. Vielleicht dieses Mal ganz ohne Einfassen sondern mit einer Blende, das ist schick.

Schnittmusterkonstruktion

Die Schnittmusterkonstruktion war wie erwartet äusserst zeitaufwändig, da ich mir die Grundlagen anhand des Buchs „Bekleidung, Schnittmusterkonstruktion für Damenmode“ von Guido Hofenbitzer alle selber beibringe.

Die Schwierigkeit liegt vor allem darin zu verstehen, wie die verschiedenen Körpermasse in Relation zueinander stehen. Die Formeln müssen korrekt angewendet werden und die Längen in der richtigen Balance stehen. Dazu müssen auch Weitezugaben aufeinander abgestimmt werden, so dass die gezeichneten Masse in der richtigen Relation zu den gemessenen Massen stehen. Ich werde bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt einen Workshop besuchen, wenn konkrete, nicht lösbare Fragen auftauchen.

Stoffe und Scnittmuster

Es geht los!

Die Stoffe sind alle gewaschen und das Schnittmuster ist fertig. Es geht an den Zuschnitt! Vorerst muss ich aber noch kontrollieren ob das Schnittmuster etwas taugt. Dazu habe ich einen alten Jerseystoff aus meiner Stoffkiste gekramt. Mal sehen, ob sich das zeitlich noch ausgeht… denn: heute abend gibt es ein Live-Nähen mit Tanja auf Facebook. Das möchte ich mir unter keinen Umständen engehen lassen!

Halsausschnitt

Beim Halssausschnitt habe ich einen Streifen in der Breite von 3cm angenäht. Dazu habe ich den effektiven Halsausschnitt gemessen und 10% abgezogen. Davor wird eine Schulternaht geschlossen.

Dann werden die Strecken bei Streifen und Halsausschnitt in vier Viertel geteilt und mit einer Stecknadel markiert. So kann der Streifen anschliessend gleichmässig am Ausschnitt verteilt werden.

Anschliessend wird der Streifen mit der Overlock oder einer Haushalts-Nähmaschine und dem Jerseystich bzw. einem elastischen Stich angenäht (Nadelwechsel nicht vergessen!). Dann den Streifen falten und bügeln, linke auf linke Seite und anschliessend auf der rechten Seite des Halsausschnitts angenäht. Dann wird er nach oben geklappt. Wer mag kann ihn jetzt noch covern oder feststeppen. Ich musste leider darauf verzichten, weil ich den Halsausschnitt meines Shirts etwas eng gestaltet habe.

Endlich covern!

Nach einigen Probenähten hat es geklappt und ich habe dank der tollen Webseite von Tanja die richtigen Einstellungen für meine Elna Easycover gefunden. Es handelt sich hierbei um die Kettennaht, welche auf links genäht wird. Hier mit dem Madeira Dekora-Garn (Nr. 12, Color 2089) für Overlock- und Ziernähte. Es hat einen hübschen Farbverlauf in türkis und blau.

Meine Probenaht:

Und die Naht am geschlossen Ärmel.

Das T-Shirt ist fast fertig, was jetzt noch fehlt ist der Saum.

Beim Saum ist es wichtig ihn vor dem Covern gut zu bügeln Die Nahtübergänge können teilweise Schwierigkeiten bereiten, sprich Fehlstiche.

Tipp von Tanja: Die Nahtübergänge mit einem Hammer vor dem Covern etwas platt klopfen.

 

Das Shirt aus Slub-Jersey ist das zweite Projekt welches in diesem Rahmen entstanden ist.

 

1 comment

Tanja711 Mai 8, 2017 - 10:17

Prima gemacht, danke für den Beitrag!
LG
Tanja

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